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6. Januar 2013

Update Verkehrsunfallstatistik 2011 – Wieder mehr Verkehrstote

Verkehrsunfallstatistik 2012

Am 6.Juli 2012 publizierte das Statistische Bundesamt die Zahlen der Verkehrsunfälle 2011.
Der Trend ist gebrochen. Im Jahre 2011 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Todesfolge nach über 20 Jahren wieder deutlich an. Auch die Zahl der Gesamtverkehrsunfälle konnte den niedrigen Wert nicht halten. Wie auch 2009 schon, gilt dies leider auch für Leicht- sowie Schwerstverletzte.

Bei diesem Artikel handelt es sich um ein Update der Zahlen von 2010. Der damalige Artikel ist hier zu finden: Neuer Tiefstand bei Verkehrstoten.

Zahl der Verkehrstoten nach 20 Jahren wieder gestiegen

Die im Gegensatz zu 2010 wieder um 6 Prozent gestiegene Gesamtunfallzahl mit Personenschäden, von 288.297 auf 306.266, zeichnet sich im Jahre 2011 auch leider in den Zahlen der Verkehrstoten ab.

Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr von 3648 auf 4009 um knapp 10% (361). Der Trend, der sich seit 1991 abzeichnete, ist damit gebrochen. Erfreuliches gibt es aus dem Bereich der Kinder unter 15 Jahren. 86 starben im Jahre 2011, 17,3 % weniger als im Jahre zuvor. Gelistet wurden alle Verletzte, welche bis 30 Tage nach dem Ereignis ihren Verletzungen erlegen sind.

Am Tag sterben durch Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen, vermehrt auf Landstraßen, somit ungefähr 11 Menschen.

Verletztenzahl auf Stand von 2009

Die Zahl aller verletzten Personen im Straßenverkehr belief sich 2011 auf 396.374. Auch hier eine Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr. 68.985 Schwerstverletzte sind zu verzeichnen, 6365 mehr als letztes Jahr. Damit liegen die Zahlen auf dem Niveau von 2009. Hier wurden alle Verletzten gezählt, welche sich länger als 24 Stunden in ärztliche Behandlung begeben mussten.

Auch im Bereich der leichten Verletzungen (ambulante Behandlung ausreichend) gab es leider einen Anstieg von 5%. Diese wurden besonders häufig bei Verkehrsunfällen innerorts gezählt. Hier ergeben sich 2011, 323.980 Verletzte.

Hauptunfallursache -nicht angepasste Geschwindigkeit- abgelöst

Nach den unterschiedlichen Witterungsbedingungen der letzten Jahre, stellte das Statistische Bundesamt eine weitere Veränderung der Unfallursachen fest. 2011 war die Hauptunfallursache „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“. Somit auch hier wieder ein Stand von 2009. Erstaunlich: Platz 2 wird mit 55.289 Zählern der „Missachtung der Vorfahrt“ zugeschrieben. Der Anführer des letzten Jahres auf Platz 3.

Alkoholisiert verunfallten statistisch gesehen meistens Männer zwischen 21-25 Jahren. Bei 15.898 Unfällen mit Personenschaden unter Alkoholeinfluss wurden 14.294 Menschen leicht und 5515 schwer verletzt. Für 400 kam jede Hilfe zu spät. Nach einem leichten Rückgang im Jahre 2010 entspricht dies, der aufmerksame Leser wird es schon erahnen, ungefähr den Zahlen von 2009. Somit auch hier der Trend seit 2002 unterbrochen.

Risikogruppe 18-24 Jahre

Auch hier ist im Gegensatz zu dem Rekordjahr 2010 wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. 737 sind knapp 7 Prozent mehr tödlich verunglückte junge Erwachsene als 2010. Wiederum 7% weniger als 2009. Im Bereich der Verletzungen 1,7% mehr als 2010, aber immer noch 6,7% weniger als 2009. Auch hier der Trend seit dem Jahre 2000 gebrochen.



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Der Autor dieses Artikels:

Patrick Allinger
Ich bin ein begeisterter Feuerwehrmann, der sich vor allem für den Bereich der technischen Hilfeleistung und für die Unfallrettung interessiert. Beruflich bin ich zuständig für das Produktmanagement bei WEBER RESCUE Systems in Österreich. Auf dieser Seite möchte ich mein gesammeltes Wissen an andere Einsatzkräfte und interessierte Besucher weitergeben, um sie im Einsatzalltag zu unterstützen.




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