Aktuelles

14. November 2010

Kreative Sicherung eines Unfallfahrzeuges mittels Spanngurten an der Leitplanke (Einsatz)

Gestern Abend hat mich Sebastian Stenzel von wiesbaden112.de freundlicherweise auf eine interessante Sicherungsmaßnahme bei einem Verkehrsunfall in Wiesbaden aufmerksam gemacht. Dabei sieht man anschaulich, wie man die gegebenen Möglichkeiten an der Einsatzstelle für eine schnelle Sicherung des Unfallfahrzeuges nutzen kann, ohne lange mit Keilen und Rüsthölzern zu hantieren. In diesem Fall wurde das Fahrzeug einfach mittels Spanngurten an der Leitplanke gesichert.

Unfallhergang

Die polnische Fahrerin des Unfallfahrzeuges kam in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und geriet in den Straßengraben. Dort traf das Fahrzeug auf die Erhöhung eines Waldweges und überschlug sich. Schließlich blieb die Frau mit ihrem Fahrzeug hinter der Leitplanke im Graben stecken. Beim Eintreffen der Berufs- feuerwehr Wiesbaden konnte glücklicherweise festgestellt werden, dass die Frau nicht eingeklemmt war. Aufgrund der Lage musste sie aber von den Rettungskräften durch die Heckklappe befreit werden.

Den kompletten Bericht zu diesem Einsatz gibt es auf der Webseite von wiesbaden112.de oder einfach hier: Auto landet hinter Leitplanke – Frau kommt auf Platter Straße von der Fahrbahn ab

Sicherungsmaßnahmen

Sicherung an der LeitplankeUm das Unfallfahrzeug bei der Befreiung der Verletzten gegen Umkippen zu sichern, wurden hier die örtlichen Gegebenheiten bestens ausgenutzt, um wertvolle Zeit zu sparen. Das Fahrzeug wurde einfach mittels zweier Spanngurte an der Leitplanke fixiert. Hierfür wurde als Gegenpunkt für die Spanngurte die jeweilige Fahrzeugachse bzw. der Reifen benutzt. Da das Fahrzeug offensichtlich fest auf dem nassen Erdboden aufsitzt, ist auch keine weitere Sicherung gegen Kippen oder Wegrollen erforderlich.

Allerdings muss das Fahrzeug zusätzlich gegen unerwünschte Erschütterungen und Bewegungen unterbaut (stabilisiert) werden, wenn es die nötigen Rettungsmaßnahmen erfordern.

Danke

Vielen Dank an Sebastian Stenzel und wiesbaden112.de für die Information über diesen interessanten Einsatz und die zur Verfügungstellung der Bilder!

Ihr habt auch eine neue oder interessante Rettungsmaßnahme im Bereich der technischen Hilfeleistung? Dann meldet euch doch einfach unter einsatzmeldung@technische-hilfeleistung.info



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Der Autor dieses Artikels:

Patrick Allinger
Ich bin ein begeisterter Feuerwehrmann, der sich vor allem für den Bereich der technischen Hilfeleistung und für die Unfallrettung interessiert. Beruflich bin ich zuständig für das Produktmanagement bei WEBER RESCUE Systems in Österreich. Auf dieser Seite möchte ich mein gesammeltes Wissen an andere Einsatzkräfte und interessierte Besucher weitergeben, um sie im Einsatzalltag zu unterstützen.





  1. klaus braunwart

    Die Sicherung des Unfallfahrzeuges ist sicherlich interessant und möglicherweise kreativ – allerdings wurde das Fahrzeug bereits lange vor dem Eintreffen der Feuerwehr von einem Abschleppwagenfahrer der Firma *Firmenname entfernt* in genau der dargestellten Art und Weise mit einem Spanngurt gesichert, der dann später lediglich von der eingetroffenen Feuerwehr ausgetauscht wurde.


  2. joesy

    Na und wenn schon!! Hier gehts doch um die versch. Sicherungsarten die man(n) mit ein wenig Krips und Hausverstand anwenden kann!! Auch wenn es von einem Abschleppdienst gemacht worden ist! Sehr guter Gedankenanstoss! THX
    Mit kameradschaftlichen Grüssen


  3. er kennt mich

    naja nur schade, dass da scheinbar keiner dran denkt, dass der Spanngurt bei einem plötzlichen Kippen über den Reifen wegrutschen kann, vorallem wenn es noch leicht feucht sein sollte.

    Also als Erstmaßnahme sicher eine tolle Idee, aber mein Leben davon abhängig würd ich nicht unbedingt machen.

    (und das von nem Nicht-Feuerwehrmann) 😉



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