Umfragen

8. Oktober 2010

Umfrage: Wie alt ist eure Rettungsschere?

Durch die ständige Weiterentwicklung in der Fahrzeugtechnik werden die Karosserien immer stabiler. Dafür sorgen unter anderem ultrahochverstärkte Stähle und in die Säulen eingelassene Rohre. Besonders die hydraulischen Schneidgeräte müssen daher ständig leistungsstärker werden, um mit den Entwicklungen der Fahrzeughersteller mithalten zu können. Laufend kommen neue hydraulische Rettungsgeräte auf den Markt, die mit immer höheren Schneidkräften aufwarten.

So hat sich die Schneidleistung im Bereich der Rettungsscheren in den letzten Jahren mehr als verdoppelt! Aktuell sind Schneidgeräte mit möglichen Schneidkräften von bis zu 107 Tonnen zu bekommen. Leider haben viele Wehren nicht die Möglichkeit, mit dieser schnellen Entwicklung mit zu halten und sich in Zyklen von ungefähr 4-5 Jahren neue Rettungsgeräte zu beschaffen.

Wie alt ist euer (neustes) Schneidgerät?

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Dann noch eine Zusatzfrage zu der Schneidleistung der Rettungsschere. Falls eure neueste Schere nicht die leistungsstärkste ist, gebt bitte die Leistung der stärksten an!

Welche Schneidleistung hat euer stärkstes Rettungsgerät?

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Vielen Dank für eure Teilnahme! Ich werde die Umfrage in 2-3 Wochen auswerten.

Auswertung

Ich muss sagen: Mich hat das Ergebnis dieser Umfrage doch schon etwas überrascht, aber im positiven Sinn! Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es noch deutlich schlimmer aussieht, was den Stand bei den hydraulischen Rettungsscheren angeht.

Alter des Schneidgerätes

Wenn man sich den Leistungszuwachs in den letzten Jahren ansieht und dazu die Erfahrungen der verschiedensten Schneidversuche an aktuellen Fahrzeugkarossen mit einbezieht, kommt man zu dem Schluss, dass Geräte, die älter als 5 Jahre sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Das trifft laut der Umfrage auf 47% der Feuerwehren zu, also bei fast jeder zweiten. Wenn man sich jetzt noch vor Augen führt, dass bei fast keiner Wehr im Bereich der hydraulischen Rettungsgeräte ein Beschaffungsrhythmus von 5 Jahren durchgeführt wird und sich die Anforderungen der modernen Fahrzeuge noch weiter steigern werden, wird dieser Prozentsatz in den nächsten Jahren aber noch deutlich ansteigen. Was mich aber überrascht hat, ist der Fakt, dass 37% in den letzten beiden Jahren ein neues, leistungsfähiges Gerät beschafft haben und damit gut gerüstet dastehen.

Schneidleistung der Rettungsschere

Ein recht ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Schneidleistung der vorhandenen Rettungsscheren. Während gut ein Drittel (31%) ein Schneidgerät verwendet, das weniger als 50 Tonnen Schneidkraft hat und damit nur noch als „Pedalschneider“ angesehen werden kann, besitzt ein weiteres Drittel (37%) der Wehren eine Rettungsschere mit über 80 Tonnen Schneidkraft. Mit diesen Scheren ist man auf dem neuesten Stand und sollte ohne große Probleme auch mit aktuellen Fahrzeugen zurechtkommen. Das letzte Drittel (32%) das mit einer Rettungsschere zwischen 50 und 80 Tonnen Schneidleistung unterwegs ist, sollte in den nächsten 2-3 Jahren über eine Neubeschaffung nachdenken, um auch weiterhin mit den ständig steigenden Anforderungen mithalten zu können.



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Der Autor dieses Artikels:

Patrick Allinger
Ich bin ein begeisterter Feuerwehrmann, der sich vor allem für den Bereich der technischen Hilfeleistung und für die Unfallrettung interessiert. Beruflich bin ich zuständig für das Produktmanagement bei WEBER RESCUE Systems in Österreich. Auf dieser Seite möchte ich mein gesammeltes Wissen an andere Einsatzkräfte und interessierte Besucher weitergeben, um sie im Einsatzalltag zu unterstützen.




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