Allgemeines

10. August 2010

IN – Dein Notfallkontakt auf dem Handy

Bei vielen Einsätzen mit Personenschäden stellt sich den Helfern ein großes Problem in den Weg. Denn bei der Mehrheit der vorgefundenen Patienten sind keine Informationen auf eine entsprechende Kontaktperson zu finden. Im schlimmsten Fall können dadurch aber nicht nur die Angehörigen viel zu spät über den Unfall informiert, sondern auch lebensrettende Informationen zu spät eingeholt werden.
Um die Helfer in Zukunft bei der Kontakt- findung zu unterstützen, wurde im deutsch- sprachigen Raum die Initiative „Im Notfall“ gegründet.

Um was geht es bei „IN – Im Notfall“ ?

Die Idee von IN ist nicht neu: Sie baut auf die, seit den Bombenanschlägen in London, vor allem in Großbritannien sehr bekannte Initiative ICE (In Case of Emergency) auf und versucht diese auch im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Dabei geht es in erster Linie darum, den Rettern eine einheitliche und damit schnelle Möglichkeit zu geben, Angehörige zu erreichen und damit eventuell an lebensrettende Informationen wie Allergien, Medikamenten- gebrauch, usw. zu gelangen.
Es geht dabei nicht wie oftmals vermutet um einen Notruf oder eine eventuelle Identifizierung, sondern lediglich um die Unterrichtung der nächsten Angehörigen.

Wie funktioniert „IN – Im Notfall“ ?

Die Verwendung von IN ist ganz einfach!
Aufbauend auf dem Umstand, dass inzwischen fast jeder immer und überall ein Handy bei sich trägt, wird der Notfallkontakt dort im Adressbuch gespeichert.

3 Schritte, die dein Leben retten können

  1. Neuer Kontakt
    Zunächst wird im Adressbuch des Handys ein neuer Kontakt mit dem Nachnamen „IN + Name der Kontaktperson“ erstellt. Beispiel: „IN Mutter“ oder „IN Patrick“
  2. Telefonnummer eingeben
    Anschließend muss noch die Telefonnummer des Notfallkontaktes eingegeben und gespeichert werden. Es ist auch möglich, mehrere Rufnummern unter denen der Kontakt zu erreichen ist, einzugeben.
  3. Kontakt benachrichtigen
    Zum Schluss sollte die Kontaktperson noch davon unterrichtet werden, dass sie bei dir als Notfallkontakt eingetragen wurde. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie im Ernstfall die richtigen Informationen weitergeben kann.

Auf diese Weise können natürlich auch mehrere Kontakte eingerichtet werden. Im Notfall werden die Retter wahrscheinlich aber zuerst immer die oberste Nummer wählen und sich dann nach unten vorarbeiten, bis der erste Notfallkontakt erreicht werden konnte.
Es ist dabei aber darauf zu achten, dass IN nicht ausgeschrieben und immer als Nachname eingegeben wird. Nur so ist sichergestellt, dass der Notfallkontakt auch unter „I“ zu finden ist!

„IN – Im Notfall“ unterstützen

Um IN zu unterstützen und weiter bekannt zu machen ist nicht viel nötig! Zunächst einmal sollte man natürlich bei sich selbst anfangen und einen IN-Kontakt im eigenen Handy eintragen. Danach gibt es die verschiedensten Möglichkeiten zur Verbreitung:

  • Den Bekanntenkreis, Kollegen, Kameraden und Freunde darauf ansprechen.
  • Im Internet bekannt machen, z.B. durch Foren, Chats und Email-Signaturen.
  • ImNotfall.de auf Webseiten verlinken, am Besten mit Logo.
  • Verbände, Vereine oder die regionale Presse darauf aufmerksam machen.

Weitere Informationen zur Initiative „Im Notfall“ sind auf der eigens eingerichteten Internetseite www.imnotfall.de zu finden. Alle Bilder und Texte dürfen ohne vorherige Genehmigung verwendet werden, um das Projekt zu unterstützen!

Habt ihr bereits einen Notfallkontakt in eurem Handy gespeichert?



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Der Autor dieses Artikels:

Patrick Allinger
Ich bin ein begeisterter Feuerwehrmann, der sich vor allem für den Bereich der technischen Hilfeleistung und für die Unfallrettung interessiert. Beruflich bin ich zuständig für das Produktmanagement bei WEBER RESCUE Systems in Österreich. Auf dieser Seite möchte ich mein gesammeltes Wissen an andere Einsatzkräfte und interessierte Besucher weitergeben, um sie im Einsatzalltag zu unterstützen.




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