Grundlagen

8. August 2010

Geräteablage – Braucht man sie wirklich?

Die Geräteablage kommt vor allem bei der Unfallrettung zum Einsatz und stellt dort einen Platz dar, an dem gebündelt alle Geräte abgelegt werden, die für den Einsatz gebraucht werden könnten. Dadurch liegen die Geräte übersichtlich bereit und jede Einsatzkraft weiß genau, wo sie suchen muss. Trotzdem wird die Geräteablage bei vielen Feuerwehren noch immer nicht konsequent eingesetzt, da in den meisten Fällen der Zeit-Nutzen-Faktor angezweifelt wird. Aus diesem Grund versuche ich in diesem Artikel, die Vor- und Nachteile etwas genauer zu beleuchten und die Geräteablage im Allgemeinen zu erklären.

Der ideale Aufbauort für die Geräteablage

Natürlich hängt dieser Punkt in erster Linie von den Gegebenheiten vor Ort ab. Es lassen sich aber zumindest Richtwerte angeben, die fast immer ein zu halten sind.
Optimal liegt der Bereitstellungsplatz für die technischen Geräte zwischen 5-10 Meter vom Unfallfahrzeug entfernt, so dass der direkte Arbeitsraum um das Fahrzeug frei bleibt, die Wege aber nicht zu lang werden. Denn es müssen nicht nur schwere Geräte hin und her bewegt werden, oftmals sind auch Kabel und Schläuche die limitierenden Faktoren, die für eine größtmögliche Nähe sprechen.
Weiterhin sollte eine möglichst ebene und leicht zu erreichende Fläche benutzt werden, damit auch nachts schnell und sicher gearbeitet werden kann. Zu guter Letzt ist darauf zu achten, dass durch die Geräteablage keine möglichen Stellplätze für nachalarmierte Großfahrzeuge wie Kräne und Drehleitern versperrt werden und auch die Zufahrts- und vor allem Abfahrtswege für den Rettungsdienst frei bleiben.

Welche Geräte sollten auf die Geräteablage?

Prinzipiell sollten alle mitgeführten Geräte herausgelegt werden, die bei der Unfallrettung zum Einsatz kommen könnten. Dies kann aber je nach Fahrzeugbeladung ein ganz schön großer Berg werden. Daher macht es bei manchen Dingen vielleicht doch mehr Sinn, sie im Fahrzeug zu belassen. Diese Liste mit den wichtigen Geräten, die auf der Ablage nicht fehlen dürfen, muss im Vorfeld von der gesamten Mannschaft erarbeitet werden. Dabei gibt es generell vier Bereiche, an die gedacht werden sollte:

Technische Rettung

In diesen Bereich gehören alle Rettungsgeräte wie Hydraulikaggregat, Schneidgerät, Spreizer und Rettungszylinder, aber auch Dinge wie das Glasmanagement, Hebekissen, Halligan-Tool, Schwelleraufsatz und Werkzeugkoffer. Also alle Geräte, die bei der direkten technischen Rettung zum Einsatz kommen können.

Stabilisierung

In diesem Bereich müssen alle Geräte und Hilfsmittel berücksichtig werden, die zu einer stabilen und sicheren Unterbauung genutzt werden können. Hierzu zählen Geräte wie das Stab-Fast, Unterbau- schiebeblöcke und Keile, aber auch verschiedenstes Rüstholz, Schlauchbrücken und B-Schläuche (gerollt).

Absicherung/Schutz

In diesen Bereich fallen alle verladenen Hilfsmittel zur Verkehrsabsicherung (die noch nicht direkt verbaut wurden), das Kantenschutzset, der Airbagschutz, ein Schutzset für den Patienten (Helm, Brille, Glasstaub- maske) sowie Besen und Mulden zur Beseitigung von Fahrzeugteilen und Glassplittern. Hier ist zu überlegen, ob auch Mittel zur Aufnahme von auslaufenden Betriebsstoffen und weitere Brandschutzmittel bereitgestellt werden.

Medizinische Rettung

In diesen Bereich zählen alle mitgeführten Dinge zur medizinischen Betreuung und Rettung der Patienten. Neben Verbandskasten, Decken und Krankentrage muss hier auch an Geräte wie Spineboard, Schaufel- trage und KET-System, falls vorhanden, gedacht werden.

Es kommt bei einer konsequenten Nutzung der Geräteablage also einiges zusammen, an das beim Aufbau des Bereitstellungsplatzes gedacht werden muss. Daher ist es sinnvoll, sich gewisse Hilfen zu erstellen, damit nichts vergessen wird. Denn parallel laufen ja meistens noch andere Aufgaben, wie die Verkehrsabsicherung, Erkundung und eventuelle Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Tipps zur Optimierung der Geräteablage

Um dieses erste Chaos zumindest ein Stück weit zu ordnen und damit eine Übersichtlichkeit in den Geräteablageplatz zu bekommen und gleichzeitig sicher zu stellen, dass keines der im Vorfeld als wichtig deklarierten Geräte fehlt, gibt es einige Tipps zur Optimierung:

Plane

Die Geräteablage sollte auf einer signalroten Plane aufgebaut werden. Dadurch ist von Anfang an für jeden Helfer ersichtlich, wo die Geräte abgelegt werden müssen. Gleichzeitig schützt die Plane die Geräte vor Schmutz und auslaufenden Betriebsmitteln. Auch die Plane kann noch verbessert werden, indem man sie durch Markierungen in die vier oben genannten Bereiche einteilt. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann die Umrisse der Geräte auf die Plane malen und diese beschriften. Damit ist jedem Gerät ein eindeutiger Platz zugewiesen und es fällt sofort auf, wenn etwas fehlt.

Geräteliste

Auf dem Fahrzeug sollte eine Liste mit allen Geräten bereitliegen, die auf die Geräteablage gehören. Diese sollte neben dem Namen auch den Unterbringungsort im Fahrzeug enthalten, so dass auch ein neuer Kamerad die Teile schnell findet. Diese Liste am besten wasserfest einschweißen und mit einem Bild der voll bestückten Ablage versehen (sofern die Plane nicht beschriftet ist).

Sammelplatz

Die Geräteablage kann gleichzeitig als Sammelplatz für alle Einsatzkräfte genutzt werden, die momentan nichts zu tun haben. Damit erhält der Einsatzleiter einen schnellen Überblick über die zur Verfügung stehendne Geräte und die Mannschaft.

Ausleuchtung

Der Bereitstellungsraum sollte stets gut ausgeleuchtet sein, damit ein schneller Zugriff auf die Geräte und Hilfsmittel möglich wird und nicht erst lange mit Taschenlampen gesucht werden muss.

Gründe, die für eine Geräteablage sprechen

Nun noch eine kleine Aufzählung von Gründen, die für eine Geräteablage sprechen, auch wenn dadurch vielleicht zunächst einmal etwas Zeit verloren geht und Einsatzkräfte gebunden werden:

  • Ruhe für den Einsatzablauf
    Vor allem bei Feuerwehren, die nicht regelmäßig zu Verkehrsunfällen gerufen werden, geraten die ersten Minuten zunächst einmal in ein großes Durcheinander, bevor sich das Chaos legt und effizient gearbeitet werden kann. Durch den Aufbau der Geräteablage (immer gleich) kommt schon einmal eine gewisse Ruhe in den Einsatzablauf, da jeder etwas zu tun hat und das auch kann. Gleichzeitig hat der Einsatzleiter für kurze Zeit Ruhe und kann solange eine gründliche Erkundung durchführen.
  • Kurze Wege
    Da die Geräteablage oftmals wesentlich näher an die eigentliche Einsatzstelle gebracht werden kann als ein Fahrzeug, gestalten sich die Wege deutlich kürzer. Das spart letztendlich nicht nur Zeit, sondern auch Kraft. Ganz nebenbei sind weniger Versorgungsleitungen nötig (Hydraulikschläuche, Stromkabel), was für weniger Stolperfallen im direkten Arbeitsbereich sorgt.
  • Keine Suche am Fahrzeug
    Da alle wichtigen Geräte übersichtlich auf der Ablage liegen, entfällt die oftmals lange Suche am Fahrzeug. Denn dort können nicht alle Geräteräume gleichzeitig eingesehen werden und teilweise verstecken sich die gesuchten Teile hinter anderen.
  • Übersicht für den Einsatzleiter
    Der Einsatzleiter hat durch die Geräteablage die Möglichkeit, mit einem Blick zu erkennen, welche Geräte er noch zur Verfügung hat. Dadurch lässt sich vielleicht in einer zeitkritischen Situation schnell ein zweites Gerät einbinden, um die Rettungsarbeiten zu beschleunigen. Außerdem gestaltet es sich für ihn leichter einen Alternativplan zu erstellen, wenn er die Geräte vor Augen hat.
  • Ordnung an der Einsatzstelle
    Wenn die Geräte nach dem Gebrauch sofort wieder zurückgelegt werden, bleibt die Einsatzstelle übersichtlich und sicher. Es entstehen keine Stolperfallen im Arbeitsbereich und jede Einsatzkraft weiß sofort, wo sie nach den Geräten suchen muss.
  • Sicherheit für die Einsatzkräfte
    Neben den verhinderten Stolperfallen entsteht auch keine Gefahr durch den eventuell fließenden Verkehr. Denn es muss nicht für jedes Gerät zum Einsatzfahrzeug gelaufen werden. Somit kommt man bei einer geschickten Platzierung der Geräteablage während dem Einsatzverlauf überhaupt nicht mehr mit dem Verkehr in Berührung.
  • Eindruck für die Öffentlichkeit
    Für Schaulustige sieht es gleich viel professioneller aus, wenn von Beginn an gearbeitet wird und keiner ohne Aufgabe herumsteht. Dies ist nicht der Fall, wenn die komplette Mannschaft wartet bis der Einsatzleiter seine Erkundung durchgeführt hat und lediglich die Verkehrsabsicherung übernimmt.

Der einzige Punkt, der scheinbar gegen die Geräteablage spricht, ist die dafür nötige Zeit und das gebundene Personal. Wenn man dies aber einmal über den kompletten Einsatzverlauf beobachtet, erspart der Bereitstellungsplatz im Endeffekt mehr Zeit als er zu Beginn kostet! Denn wann wird die Geräteablage aufgebaut?

Richtig! Gleich zu Beginn, während die Erkundung läuft und daher sowieso für einige nichts zu tun ist.

Auch der Personalbedarf ist kein größeres Problem, solange mit einer Gruppenbesatzung angefahren wird.
Der Gruppenführer übernimmt die Erkundung, der Maschinist bleibt beim Fahrzeug (vielleicht Aufbau des Lichtmastes), zwei übernehmen die Verkehrsabsicherung und ein bis zwei die Betreuung der Patienten.
Somit bleiben auf jeden Fall drei Einsatzkräfte übrig, die den Aufbau der Ablage übernehmen können. Zu dritt dauert das Ganze nur unwesentlich länger, als die Erkundung des Gruppenführers und die Verkehrsabsicherung. Es kommen also alle fast gleichzeitig wieder zusammen und können dann die weiteren Anweisungen des Einsatzleiters entgegen nehmen.

Fazit

Die Verwendung einer Geräteablage hat bei richtigem Umgang eigentlich nur positive Effekte auf den Einsatzverlauf! Fest steht aber, dass dafür etwas Vorarbeit nötig ist, damit jeder weiß, welche Geräte mit nach vorne genommen werden müssen. Hierfür gibt es aber wie aufgezeigt einfach umzusetzende Hilfsmittel, die den Aufbau erleichtern und beschleunigen. Somit sollte die Arbeit bei jeder Tages- und Nachtzeit schnell und leicht von der Hand gehen und dadurch Ruhe und Übersicht in den Einsatz bringen, ohne unnötig Zeit zu verschwenden.

Verwendet ihr eine Geräteablage bei der Unfallrettung?



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Der Autor dieses Artikels:

Patrick Allinger
Ich bin ein begeisterter Feuerwehrmann, der sich vor allem für den Bereich der technischen Hilfeleistung und für die Unfallrettung interessiert. Beruflich bin ich zuständig für das Produktmanagement bei WEBER RESCUE Systems in Österreich. Auf dieser Seite möchte ich mein gesammeltes Wissen an andere Einsatzkräfte und interessierte Besucher weitergeben, um sie im Einsatzalltag zu unterstützen.





  1. Philipp

    Also ich muss sagen seit bei uns (90% des Einsatzaufkommens auf 2 Bundesautobahnen) die Geräteablage mittels gelber Planen eingeführt wurde ist der gesamte Einsatzablauf ruhiger geworden und auch die Übersicht über die Einsatzstelle hat sich deutlich verbessert. Meiner Meinung nach gibt es keine Gründe gegen einen Bereitstellungsraum/Geräteablage weil jeder auch der, der nicht oft dabei ist schnell erkennt was die Plane darstellt und wo er die entsprechenden Geräte ablegen muss/soll vor allem auch wo die Geräte die nach gebrauch am Unfallobjekt wieder hingehören und nicht wie früher unnötige Hindernisse geschaffen werden.

    Gruß Philipp


  2. Lennart

    Bei uns kommt auch eine Geräteablage zum Einsatz. Zwar ist die Beschriftung nicht ganz aktuell, da die Plane von einer anderen Feuerwehr mit abweichender Ausstattung übernommen wurde, dafür ist aber in den Rand eine Kette eingearbeitet, so dass die Plane nicht umschlägt und in jeder Lage stabil bleibt.
    Vor allem das Argument, dass jeder sofort etwas zu tun hat, finde ich bestechend. Bei einem Brandeinsatz ist es die Lage des Verteilers, bei einer TH eben die Lage der Geräteablage. Obwohl wir zuerst mit einer Staffel ausrücken (TLF 16/25) findet sich immer jemand, der zumindest die rudimentären Teile bereitstellt und den nachrückenden Kräften damit einen Anhaltspunkt über den Aufbau und die Entwicklungsflächen an der Einsatzstelle gibt.

    Einzig die medizinische Geräteablage ist bei uns nicht auf „unserer“ Plane vorgesehen. Wir sind dahingehend zwar ausgestattet, aber das ist Sache des Rettungsdienstes. Ggf. kommt unser Rettugnsrucksack an einer Stelle zu liegen, die dann häufig von RD weitergenutzt wird. Eine Schrottablage ist bspw. neben der Geräteablage weniger kritisch als neben der medizinischen Ablage. Dafür kann die med. Ablage meiner Meinung nach etwas weiter weg liegen, da die Sachen leichter zu transportieren sind.

    Eine tolle Variante, die in jeder Ortsfeuerwehr mit jeder Ausstattung eingesetzt werden kann.

    Gruß
    Lennart


  3. Achim

    Wir haben bei uns bereits seit 10 Jahren die „gelbe Matte“ eingeführt und sie hat sich super bewährt. Alle Einsätze laufen wesentlich ruhiger ab, man sucht kein Teil im dunklen Auto, sondern alles leigt an seinem Platz.
    Wir haben zusätzlich noch
    – alle Gerätschaften die auf die gelbe Matte gehören im Fahrzeug mit einem gelben Punkt beklebt. So können auch neue Feuerwehrkameraden oder auch Kameraden aus anderen Wehren sofort helfen, da alles was einen gelben Punkt hat automatisch auf dei gelbe Matte gehört. (Idiotensicher)
    – auf der gelben Matte haben wir alle Umrisse inkl. Beschriftung von den Teilen mit Edding aufgemalt. So kann man beim Ablegen eines Teils sehen, welche noch fehlen und beim zurücklaufen zum Fahrzeug sehen, welche gelben Punkte (= Geräte) noch im Fahtzeug sind und diese auch gleich mitnehmen
    – die Gerätschaften auf der gelbe Matte sind so angeordnet, dass sie dem „Standardeinsatzverlauf“ folgen. Unterbaumaterial, Glasmanagement, Airbagsicherung, Baufolie zum Abdecken des Patienten, usw.
    – zusätzlich haben wir noch einen „roten Rucksack = Meldertasche“ bei uns eingeführt. Dieser Rucksack liegt hinter dem Sitzplatz des Melders (ist bei uns für die Patientenversorgung zuständig) und enthält komplettes Verbandsmaterial, Federkörner, Messer, Schere, Aidshandschuhe, Mundschutz, Taschenlampe, …
    Diesen Rucksack trägt der Melder auf dem Rücken und hat so beide Hände frei. Trotzdem ist gerade im Ersteinsatz alles notwendige Material vor Ort, auch wenn das verunfallte Fahrzeug z.B. in oder über einem Graben gerutscht ist. Der Rucksack ist so flexibel, das man ihn auch über eine kleine Seitenscheibe oder andere Öffnungen dem Melder / Ersthelfer zustecken oder ihn z.B. auch nur einfach über den Graben werfen kann.
    – zusätzlich haben wir unser Steckleitern mit Brettern versehen. Diese Bretter sind so angeordnet, das sie die Trittflächen der Leitern ausfüllen. Da die Sprossen ja sehr eng sind, benötigt man keine dicken Bretter. Diese Bretter sind am Ende mit Stahlkanten zusammengefaßt und haben in der Mitte zwei L – Schienen die so angeordnet sind, das sie in die Leitersprossen einrasten. So verlasten wir diese Bretter zwischen der den Steckleiterteilen ohne das sie beim Bremsen oder auch bim Einsatz beim Begehen verrutschen. Der Vorteil ist, dass wir so sehr schnell Gräben oder andere Unwegsamkeitentrocken und sicher überschreiten können oder haben bei sehr matschigem Untergrund (z.B. Pflugfenne) einen sicheren Stadn bei der techn. Hilfe.
    So haben wir bestimmt noch ein dutzend „kleinere Tricks“ die uns im Laufe eines Einsatzes das Leben sehr erleichtern.
    Da ich Kreisfachwart für Techn. Hilfe bin, lehren wir das bei uns im gesamten Kreisgebiet und es hat sich dort sehr gut bewährt und ist allgemein akzeptiert!
    Mit kameradschaftlichem Gruß
    Achim


  4. Hey Achim,

    das mit dem gelben Punkt auf den Geräten werde ich gleich mal übertragen.
    Finde ich eine tolle Sache.
    Das was bei euch die Meldertasche ist, haben wir noch nicht allgemein einführen können. Einige Kameraden (auch ich) haben sich aber eigene Gürteltaschen bestückt, die beim VU umgeschnallt werden. Da sind dann ähnliche Kleinwerkzeuge enthalten, die für schnelles Arbeiten griffbereit sein sollten. Vor allem Federkörner, 10er/13er-Schlüssel und ein Präzisionseisen für die Innenverkleidung.

    Lieben Gruß


  5. Achim

    Hallo Lennart,
    ich kann Dir Bilder von den „gelben Punkten und auch dem Melderrucksack“ schicken wenn Du willst.
    Meine E-Mail lautet Joachim.Misdorf@MEAIS.de. Schick mir einfach Deine Mailadresse.
    Zu den Gürteltaschen: Ja das geht auch, aber gerade in kleinen Wehren ist es doch eher Zufall, wer zum Einsatz kommt. Es sind nicht immer die speziell geschulten Einsatzfachkräfte mit 25 Jahren techn. Hilfeleistungserfahrung. Sondern gerade im ländlichen Bereich kann es durchaus sein, dass Dienstagmorgen um 10.00 Uhr nur 5 Kameraden da sind (jeden Alters und jeden Ausbildungsstandes). Wenn gerade die Kameraden nicht am Einsatzort sind, die diese Gürteltaschen haben, sind sie halt auch nicht für den Einsatz benutzbar. Das halte ich für bedenklich.
    Deshalb muß man es den Leuten leicht machen. Wenn Ihr einen „roten Melderrucksack“ auf den Platz des Melders legt ist ganz klar, wer dafür zuständig ist und jeder kann sich den im Notfall auch greifen! Deshalb ist das bei uns mittlerweile Standard geworden.
    Im Melderrucksack sind auch alle von Dir angebenen Dinge enthalten plus einige zusätzliche Werkzeuge oder Hilfsmittel.
    Wir sind im ländlichen Bereich Schleswig Holsteins sehr oft damit konfrontiert, dass es tiefe mit Wasser gefüllte Gräben gibt. Der Melderrucksack läßt sich auch mal leicht 5 m über einen Graben werfen, wenn es nötig ist. (Zu diesem Zweck haben wir unsere Steckleitern auch mit zusätzlichen Laufbrettern versehen. So können wir 4 Kameraden inkl. Patient auf einer Trage ohne Probleme über breite Gräben schicken.)

    Alle vorher beschriebenen Vorgehensweisen für den roten Melderrucksack kannst Du mit einer Gürteltasche nicht oder nur schwer machen. Außerdem behindern die Gürteltaschen enorm. Ich habe als GF zusätzlich selbst eine Gürteltasche mit allen benötigten Werkzeugen. Sah toll aus, außerdem hatten wir das auf den Rescue Days gesehen. Frei nach dem Motto: das muß ja gut sein. Blödsinn!

    Wir (ich) haben die Erfahrung gemacht, dass das nicht so ist. Sie ist eigentlich immer nur im Weg und behindert mich eher als das sie hilft. Deshalb haben wir schon einen großen Saugnapf angebracht, so dass sie einfach auf die Karosserie gepappt wird und so für alle erreichbar ist.
    Nebenbei bemerkt fallen mir beim Bücken oder anderen Arbeiten auch laufend die vorhanden Werkzeuge aus der Tasche. Das nervt mich total!

    Gerade im ländlichen Bereich ist es doch häufig so, dass wir weit vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle sind. Deshalb ist bei uns der Melder für die Patientenversorgung zuständig und klettert ins Fahrzeug um die Patienten zu versorgen. Dabei ist eine Gürteltasche eher hinderlich. Einen Rucksack knüllst du notfalls zusammen und kannst ihn auch durch eine kleine Seitenscheibe nachreichen oder aber der Melder liegt z.B. auf engstem Raum unter einer Lokomotive, weil dort der PKW drunter liegt. Mit einer Gürteltasche ist dort arbeiten fast unmöglich.

    Deshalb appelieren wir an unsere Wehren, kauft einmal das Werkzeug und legt sie in einen Rucksack, damit ihn sich jeder greifen kann. Wenn sich jeder Kamerad Gürteltaschen besorgt, sind diese fast immer nicht am Einsatzort, weil die betreffenden Personen nicht vor Ort sind. Außerdem sind diese Gürteltaschen auch nicht gerade billg.
    Ich könnte noch viel mehr Argumente bringen und hoffe Euch überzeugt zu haben..

    mit kameradschaftlichem Gruß
    Achim


  6. Erik Robin

    Moin Jungs!

    Ich finde diese ganzen Ideen, die Ihr da.mit leichter Hand rausreicht, ganz phantastisch!

    Wir sind nur ’ne kleine Ortswehr mit Grundausstattung. Aber das auch die kleinen Wehren bei der TH schon mal ’ne.
    Menge machen können, steht hier ja nicht nur an einer Stelle.
    Auch wir sollten unser Gerät vernünftig ablegen und daher denke ich drüber nach, wie groß so eine Ablageplane wohl sein sollte?!

    Benötigt man für die Schrottablage auch ’ne.Plane? Und wie groß sollte die sein?

    Welches Kleingerät habt Ihr Euch zur Vervollständigung der Ausrüstung noch so angeschafft?

    Freue mich schon auf Eure Antworten!

    Danke und beste Grüße,

    Vik.

    Freue mich schon auf



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